Bedienungshinweise

Sicherheitshinweis: Mit diesem Messerschärfer werden extrem scharfe Messer erhalten, die entsprechende Vorsicht bei der Handhabung erfordern!

1. Um sowohl die Messerklinge als auch die Magnete zu schützen, sollte die Messerauflage mit Klebeband abgedeckt werden. Bei besonders hochwertigen Messern sollte zusätzlich die Klinge im Auflagebereich abgeklebt werden. Geeignet ist Kreppband bei kleineren oder Gewebeband bei größeren Messern.

2. Ausreichend Papier-Küchentücher bereithalten und beim Wechsel des Schleifsteins immer die Messerklinge und die Auflage sorgfältig abwischen, um das Verschleppen von gröberen Steinpartikeln auf feinere Steine zu vermeiden.

3. Auswahl der Schleifsteine.

Brauchbare Starter-Kombinationen:
S220 - S400 - S1000 - (evtl. S3000) oder
S220 - (evtl. S400) - S800 - S2000 - (evtl. S5000)

Von Naniwa werden die Körnungen S220, S400, S800, S1000, S2000, S3000, S5000, S8000, S10000 und S12000 angeboten. Nur die ersten 3 (S220, S400 und S800) sind Schleifsteine im eigentlichen Sinne, d.h. mit ihnen lässt sich ein signifikanter Materialabtrag erreichen. Messer die erstmalig mit dem Messerschärfer bearbeitet werden, müssen fast immer "in Form" gebracht werden, wozu sich der 220er Stein anbietet. Zum Nachschärfen ist die Körnung 400 oder 800 ausreichend, wobei der 400er Stein eher für den gelegentlichen (halbjährigen?) Einsatz und der 800er für den regelmäßigen Nachschliff zu empfehlen ist.

Superstone

Die Körnungen S1000, S2000 und S3000 würden im deutschen Sprachgebrauch als Abziehsteine angeboten. Nach dem Vorschliff mit 400 bietet sich der 1000er Stein an und nach dem 800er der 2000er oder 3000er. Bereits nach dem 1000er Stein ist die Schärfe der Messer im allgemeinen bereits mindestens so gut wie fabrikneu. Die Körnungen S5000 und S8000 eignen sich zur Politur - ohne Lupe/Mikroskop sind keine Schleifspuren mehr zu erkennen. Die beiden feinsten Steine (S10000 und S12000) können wohl als Streichriemen-Ersatz durchgehen und sind wahrscheinlich nur für Freaks interessant.

4. Festlegung des Schleifwinkels. Wenn möglich, d.h. bei noch nicht nachgeschliffen Messern, sollte zunächst der vom Hersteller verwendete Schleifwinkel bestimmt werden. Dies kann folgendermaßen gemacht werden: Das Messer wird auf den Messerschärfer aufgelegt und im mittleren Bereich der Klinge wird die Schneide mit einem Folienstift (CD-Marker) eingefärbt. Dann wird ein mittlerer Schneidwinkel (ca. 20 - 25°) eingestellt und mit einem feineren Schleifstein ein Abziehvorgang vom Messerrücken aus durchgeführt. Wenn danach die Farbe ganz vorne an der Schneide abgetragen ist, dann war der Schleifwinkel zu groß. Wenn die Farbe am Übergang von der Schneide zur Klinge abgetragen ist, dann war Winkel zu klein. Nach ein paar Versuchen wird der Winkel auf etwa 1° genau bestimmt sein, was ausreichend ist.

Falls der ursprüngliche Schleifwinkel nicht mehr bestimmt werden kann, sind folgende Anhaltswerte evtl. brauchbar:
Einfache Küchenmesser: 25°
Hochwertige Küchenmesser: 20°
Japanische Küchenmesser mit beidseitigem Anschliff: 15°

Um das Nachschärfen der Messer zukünftig zu vereinfachen, sollte der Schleifwinkel und die Auflage auf dem Messerschärfer dokumentiert werden. Am einfachsten geht das durch ein Foto (vgl. Küchenmesser-Bild auf der letzten Seite).

5. Abrichten der Schleifsteine. Durch das Schleifen werden die Schleifsteine mit der Zeit hohl und müssen wieder geglättet (abgerichtet) werden. Dazu kann Nassschleifpapier (Körnung 240 - 600) verwendet werden. Als Unterlage sollte eine sehr plane Fläche wie z.B. eine Granit-Fliese oder ein Stück Glas Verwendung finden. Nassschleifen ist empfehlenswert, da sich das Schleifpapier dann nicht so schnell zusetzt.