Tiffany Heizbett

Die verfügbaren Heizungen für Druckplatten (Heatbed MK2, Kapton-Heater, etc.) haben den Nachteil, dass sie nur in bestimmten Größen verfügbar sind. Die hier vorgestellte Variante ist sehr flexibel und kann an praktisch alle Druckplatten angepasst werden.

Als "Heizdraht" kommt selbstklebende Kupferfolie zum Einsatz, die auch in der Tiffanytechnik zum Verbinden von Gläsern Verwendung findet. Die dünnste Kupferfolie der Fa. VentureTape ist 0,025 mm dick und in verschiedenen Breiten ab 4 mm erhältlich. Im Vergleich zu anderen Herstellern scheint VentureTape besonders hitzebeständigen Kleber zu verwenden, was für die Heizbetten vorteilhaft ist.

Die Länge des zu verlegenden Kupferbandes kann wie folgt bestimmt werden: Kupferkabel hat einen spezifischen Widerstand von ρ = 0,0178 Ωmm2/m. Wird dieser Wert durch die Kupferquerschnittsfläche (0,025 mm x 4 mm) geteilt, dann ergibt sich der Widerstand pro Meter zu 0,178 Ω/m. Für 1 Ω (übliches Heizbett) müssen also rund 5,6 m Kupferband verlegt werden.

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Fertig verlegte Kupferbahnen. Da die Druckplatte sehr klein ist (147 cm2) wurden die ursprünglich 4 mm breiten Kupferbahnen in der Mitte geteilt, so dass 2 mm breite Bahnen entstanden. Das winklige Verlegen ist etwas fummelig, aber unkritisch, da sich Falten mit dem Fingernagel glattstreichen lassen.

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Verbindungen der Kupferbahnen untereinander und mit Anschlusskabeln lassen sich leicht durch Löten erstellen. Zur Fixierung der Kabel und zum Schutz der Kupferbahnen wurde alles mit Kapton-Band abgeklebt.

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Fertiges Tiffany-Heizbett mit unterer Isolationsschicht (Parkettunterlage, Styrodur?). Bei 12 V und 25°C "zieht" das Heizbett 7,0 A. Mit zunehmender Temperatur sinkt der Strom bis auf 5,2 A bei 120°C. Die Aufheizzeit von 23°C auf 120°C beträgt 3,75 Minuten. 60°C werden nach gut 1 min erreicht.